Regionalkonferenz Smart Cities in Guben
Am 16. April 2026 durften wir in Guben zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Politik, Verwaltung und Praxis zur Regionalkonferenz des Bundesprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ begrüßen. Unter dem Titel „Verstetigung im Fokus – Die Smart City zukunftsfest aufstellen“ stand die Frage im Mittelpunkt, wie digitale Projekte langfristig erfolgreich in den kommunalen Alltag integriert werden können.
Als Veranstaltungsort bot die Alte Färberei Guben einen besonderen Rahmen. Die historische Produktionsstätte der ehemaligen Gubener Hut- und Tuchindustrie steht sinnbildlich für den Wandel unserer Stadt – von industrieller Tradition hin zu innovativer und nachhaltiger Stadtentwicklung.
Zum Auftakt begrüßte unser Kämmerer Björn Konetzke die Teilnehmenden stellvertretend für Bürgermeister Fred Mahro. In seinem Grußwort betonte er, dass Smart City für Guben weit mehr als nur Digitalisierung bedeutet: Es geht darum, unsere Stadt langfristig zukunftsfähig zu gestalten und konkrete Verbesserungen für Bürgerinnen und Bürger sowie die Verwaltung zu schaffen. Besonders wichtig sei dabei die Zusammenarbeit aller Beteiligten innerhalb und außerhalb der Verwaltung.
Auch Renate Mitterhuber vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen machte deutlich, wie wichtig Kooperation, Austausch und die gemeinsame Nutzung bestehender Lösungen für die Zukunft smarter Kommunen sind. Viele der im Bundesprogramm entwickelten Ansätze könnten anderen Städten als wertvolle Grundlage dienen.
Einen fachlichen Impuls zur Verstetigung digitaler Projekte gab Jan Abt vom Deutschen Institut für Urbanistik. Dabei wurde deutlich: Erfolgreiche Smart-City-Lösungen müssen frühzeitig so gedacht werden, dass sie dauerhaft in den kommunalen Regelbetrieb integriert werden können.
Für unser Modellprojekt Smart Cities Guben stellte Projektleiter Ronny Jüngel die bisherigen Entwicklungen und Erfahrungen aus Guben vor. Im Mittelpunkt standen digitale Lösungen, die bereits heute den Alltag erleichtern – beispielsweise unsere digitale Buchungsplattform oder die smarten Fahrradboxen. Gleichzeitig wurde gezeigt, wie wichtig interkommunale Zusammenarbeit und die Nachnutzung bestehender Lösungen für eine nachhaltige Digitalisierung sind.
In der anschließenden Podiumsdiskussion tauschten sich die Teilnehmenden darüber aus, welche Voraussetzungen digitale Lösungen erfüllen müssen, um langfristig erfolgreich zu sein. Neben wirtschaftlicher Tragfähigkeit standen insbesondere der praktische Nutzen für Bürgerinnen und Bürger sowie die nachhaltige Integration in kommunale Prozesse im Fokus.
Am Nachmittag boten Workshops und Diskussionsrunden die Möglichkeit, gemeinsam konkrete Ansätze für die Zukunft smarter Kommunen zu entwickeln. Der intensive Austausch hat erneut gezeigt, wie wertvoll Vernetzung und gegenseitiges Lernen für die digitale Transformation sind.
Beim abschließenden Besuch im Stadt- und Industriemuseum erhielten unsere Gäste Einblicke in die Stadtentwicklung Gubens. Besonders deutlich wurde dabei, wie wir historische Gebäude erhalten und gleichzeitig zukunftsorientiert weiterentwickeln – ein Ansatz, der sinnbildlich für unseren Weg als Smart City steht.
Die Regionalkonferenz hat gezeigt: Die Zukunft smarter Städte entsteht nicht allein durch neue Technologien, sondern vor allem durch nachhaltige Zusammenarbeit, praxisnahe Lösungen und den gemeinsamen Willen, Digitalisierung langfristig im kommunalen Alltag zu verankern. Diesen Weg möchten wir in Guben auch weiterhin aktiv gestalten.



